

Geschichte
1860 gründete, der in Württemberg (Deutschland) geborene Pfarrer, Johann Ludwig Schneller das syrische Waisenhaus in Jerusalem. 1948 kam Elias Al-Haddad aus Jerusalem mit 12 Schülern des Waisenhauses in den Libanon. Der Waisenhausleiter, Pfarrer Hermann Schneller, war in dieser Zeit von den Kriegsgewinnern in Australien interniert. 1951 kam Hermman Schneller zurück in den Libanon und mietete nach längerer Suche ein Haus in Zahle, einer Stadt in der Bekaa Ebene. Ende 1952 konnte er in Khirbet Kanafar die Schneller Schule wieder eröffnen. Hier wurde jetzt wieder benachteiligten Kindern und Waisen ein sicheres Zuhause, eine Schule und eine Berufsausbildung angeboten.
Das Johann Ludwig Schneller Institute (JLSI) ist Eigentum der Nationalen Evangelischen Kirche in Beirut (NEC). Gemeinsam mit dem Evangelischen Missionswerk in SüdWestDeutschland (EMS) in Stuttgart werden im „Board“ in Beirut die Entscheidungen seit 1972 gefällt.
Andere Partner und Freunde aus der Region und darüber hinaus helfen beim Finanzieren eines solchen Institutes. Von Anfang an bis heute, und auch während des Bürgerkrieges, hat die Schule für ein sicheres Zuhause und eine gute Ausbildung für die Kinder gesorgt.
Aufgaben der Schule
Das Johann Ludwig Schneller Insitute (JLSI) ist in der Mitte der landwirtschaftliche genutzten West Bekaa. Nahe der Ortschaft Khibet Kanafar. Das Institut ist mehr als nur eine Schule. Zur Zeit haben wir 180 Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen im Alter zwischen 4 und 19 Jahren. Sie wachsen auf in 8 Wohngruppen (Familien). Ungefähr 50% der Kinder sind Christen aus verschiedenen Glaubensgruppierungen und 50% sind Muslime (Sunniten, Schiiten, Drusen). Die Kinder haben auch verschiedene Staatsangehörigkeiten. So haben wir ausser Libanesen auch Syrier, Palistinäneser, Iraker, Āgypter und andere.
JLSI bietet für sozial- und beruflich benachteiligte Kindern ein gutes Zuhause. Egal welcher Religion und Nationalität sie sind und seit 2002 welchen Geschlechtes sie sind (Mädchenwohnheim).
Das Ziel ist, Kinder für ein eigenständiges Leben vorzubereiten durch eine gute Erziehung und Bildung in der Schule und in der Berufsausbildung.
Jeden Morgen ist Schule für alle Kinder. 300 Kinder kommen täglich als Tageschüler in die Schule. Nach 9 Jahren können sie ihren Schulabschluss erwerben. Die letzten 4 Schuljahre können sie auch eine berufliche Ausbildung machen. In der Berufsschule werden im Moment Schreiner, Elektriker, Industriemechaniker, Automechaniker und Bäcker ausgebildet. Seit 2002 kann das Fachabitur in der Automechanik und der Industriemechanik erworben werden.
Seit 2002 hat das Internat auch ein Haus für Mädchen. Dazu sollen auch in Kürze geeignete Ausbildungsberufe für die Mädchen angeboten werden. Angedacht sind Computer, Hauswirtschaft und Bäckerei.
Am Nachmittag ist Zeit für Hausaufgaben, Sport, Musik, Kunst, Schach und andere Aktivitäten.
Für ein solch grosses Institut braucht man auch viele Mitarbeiter. 85 Mitarbeiter (Betreuer, Lehrer, Ausbilder, Verwaltung, Köche und Bäcker, Doktor, Schulpsychologin, usw.) sorgen dafür, dass die Kinder nicht nur eine gute Erziehung, sondern auch gutes Essen, saubere Kleider bekommen und alle technischen Notwendigkeiten funktionieren.
Mehr als 50 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche gehören zur Schule. In einem Teil des Landes wachesen Apfel- und Olivenbäume. Ein grosses Stück Land ist an das bekannte Weingut Ksara in Zahle verpachtet. (Diesen Wein kann man in Stuttgart beim EMS bestellen.)
Die Bäckerei bäckt gutes und gesundes europäisches Brot uind verkauft es mit Erfolg im Libanon.
Finanzen
Vor 20 Jahren wurde die Schule vom EMS in Stuttgart an die Nationale Evangelische Kirche in Beirut übergeben. Ein Teil der Kosten des Internates trägt das Sozialmisisterium im Libanon. Weitere Einnahmen bekommt die Schule von den Tagesschülern, die Schulgeld beahlen müssen. Trozt alledem wird die Hilfe des EVS (Evangelischer Verein für die Schneller Schulen) mit seinen Spendern aus Deutschland und der Schweiz und von Kirchen in England und anderen Ländern und weltweiten Freunden der Schule und ehemaligen Schnellerschülern benötigt. Eine grosse Hilfe für das Mädchenwohnheim kam von den Rotary Clubs in Zahle, Beirut, Nevade und der Rotary Vereinigung.
Aktuelle Projekte
Küchenrenovierung
Wir sind froh Sie zu informieren, dass unsere 40 Jahre alte Küche nun renoviert werden kann. Mitte September soll die Küche nach 6 Wochen Umbau wieder in Betrieb genommen werden. Dank an unsere Deutschen Freunde, die das durch ihre Spende an das EMS mitfinanziert haben. Die Renovierung ermöglicht nicht nur ein gutes, hygienisches und gesundes Kochen sondern auch gute und moderne Arbeitsplätze für das Personal. Später können hier dann auch Berufsschüler ausgebildet werden.
Privatsphäre und Hygiene
Im Sommer 2005 konnten wir die Duschen der Familie 7 Generalsanieren. Nach mehr als 40 Jahren können die 25 Kinder der Familie dort in frisch renovierten Einzelkabinen wieder duschen. Das Geld für diese Baumassnahme kam von unseren Kindern aus dem Einnahmen der „Fun Fair“ im Mai 2005.
Dächer
Im April 2005 konnte die Schule das Dach der Familie 8, das älteste Haus der Schule von 1952, renovieren. Das Dach war im Winter 2004 unter der Schneelast zusammen gebrochen.
Zukünftige Projekte
Saubere Kleidung
Die Wäscherei ist mehr als 45 Jahre alt. Die Arbeitsbedingungen und die Maschinen sind nicht mehr akzeptabel. Wir planen diesen Bereich in das Untergeschoss der Küche umzuziehen. Hier soll dann ein hauswirtschaftliches Zentrum in einem Gebäude entstehen, wo wir dann auch ausbilden können. Verschiedene Freunde helfen uns dieses Ziel zu erreichen. Hier wollen wir uns speziell bei Herrn und Frau Kreh, Herrn und Frau Krauss, Pfarrer Andreas Maurer (EMS) und Herrn Samir Tadros für ihre Hilfe und ihre Spenden bedanken. Wenn Sie auch Interesse haben uns hierbei zu helfen, senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über das Projekt zu.
Kirche
Die Kirche ist einer der meistgenutzten Plätze in unserer Schule. Die Renovierung der Kirche ist eines unserer wichtigsten Bauprojekte. Der Boden, das Fundament ist abgesunken. Nach einer Stabilisierung soll die Kirche gestrichen werden und neue Glasfenster eingesetzt werden. Die ehemaligen Schüler, Dr. Und Frau Rechmawi aus Deutschland, Herr und Frau Al-Shalaby aus den USA, und Herr N. Naimi aus Kanada, sind dabei Geld für neue Glasfenster mit biblischen Motiven von einer Künstlerin aus dem Libanon zu bekommen. Wenn Sie auch Interesse haben uns hierbei zu helfen, senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über das Projekt zu.
Schneller Museum
Wir planen eine eigenes Schneller Museum in der Schule aufzubauen. Dieses Museum soll die Geschichte der Schneller Schule von 1860 bis heute aufzeigen. Hier soll man auch die Entwicklungen der Schneller Schule bis in die Zukunft verfolgen können. Das Museum soll ein Bereich sein, wo Besucher und Schüler die Friedensarbeit der Schule kennenlernen und miteinander diskutieren können. Wenn Sie auch Interesse haben uns hierbei zu helfen, senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über das Projekt zu.
Dächer
Die Renovierung der Dächer aller Gebäude in unserem Schulgelände ist weiterhin ein vorangiges Projekt. Diese Arbeiten begannen 2003 und sollen 2009 abgeschlossen sein. Die Dächer von 4 Wohngruppen, der Küche, dem Kisok, der Bäckerei und eines Wohnhauses konnten bereits saniert werden. Wenn Sie auch Interesse haben uns hierbei zu helfen, senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über das Projekt zu.
Wunschliste
Es gibt verschiedene Wege für die Schule sich weiter zu entwickeln.
Einige Möglichkeiten:
Eine Vergrösserung des Internatsbereiches für Mädchen mit einem geeigneten Ausbildungsangebot
Modernisierung der Wohngruppen auf heutigen Stand
Wiedereröffnung der Landwirtschaft
Erhöhung der Produktivität und der Produktpalette in der Berufsschule
Aufbau neuer zeitgemässer Berufe
Eröffnung eines Gästehauses für internationale und heimische Besucher
Wir laden sie herzlich ein unsere Träume und Wünsche zu teilen. Sie sind immer herzlich willkommen uns und unsere Arbeit persönlich an der Schule im Libanon kennen zu lernen.
Wenn Sie mehr Informationen über die Schneller Schule im Libanon haben möchte, können Sie jederzeit Mit dem EMS (maurer@ems-online.org) oder Ghassan Shehadeh (ghassanshehadeh@gmail.com) in Verbindung treten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen.
Liebe alle ehemalige Schneller Schueler.
Bitte sendet mir eure Email Addressen damitwir sie in einem "Ehemaligen Schneller Schuelerhetf" verbreiten koennen. Das erleichtet uns die Kommunikation um in Verbindung bleiben zu lassen.